EbhausenGeschichtliches aus EbhausenEbhausen ist aus den ursprünglich selbstständigen Dörfern Ebhausen und Wöllhausen zusammengewachsen. Allerdings hatten beide Orte schon immer eine gemeinsame Markung. Urkundlich erstmals erwähnt wurden Wöllhausen 1245 ("Welehusin") und Ebhausen 1275 ("Ebehusen"). Die Funde von alemannischen Reihengräbern und Resten von Fundamenten einer Kapelle aus dem 7. Jahrhundert zeigen aber, dass es schon um 650 n. Chr. in Ebhausen und Wöllhausen alemannische Siedlungen gegeben hat. Es ist bekannt, dass die Alemannen im süddeutschen Raum bevorzugt Land besiedelten, das davor kultiviert worden war. Der Flurname "Mauren" auf dem Gebiet des heutigen Friedhofs weist vermutlich auf Gebäudereste eines römischen Gutshofes hin. Da einige solcher römischen Gutshöfe auch in den umliegenden Gemeinden gefunden wurden, erscheint es gut möglich zu sein, dass Ebhausen schon um 150 n. Chr. besiedelt war. Das Rathaus1678 wurde das alte Rathaus errichtet. Schon vor dem Dreißigjährigen Krieg gab es an der gleichen Stelle ein Rathaus. Im Jahr 1868 erfuhr das Rathaus einen grundlegenden Umbau und erhielt sein heutiges Aussehen. 1988 wurde das alte Rathaus durch einen angegliederten Neubau erweitert. 2009 wurde der neue Marktplatz eingeweiht. Geschichte der KirchengemeindeBereits im 13. Jahrhundert gab es eine nachgewiesene besonders große Urpfarrei Ebhausen. Im Jahr 1558 wurden unter Herzog Christoph die ersten Kirchenbücher eingeführt. Eine Orgel wird schon 1744 erwähnt. Der Kirchturm hat eine eigene, anfänglich von den Kirchenbauten unabhängige, Entwicklung und Bedeutung. Alle Merkmale lassen den Schluss zu, dass er ursprünglich gar nicht ein Kirchturm, sondern in seinem ältesten Zustand eine Turmburg gewesen ist. Das Geläut besteht seit 1988 aus vier Glocken. Glocke Nr. 4 mit der Aufschrift: „Ich Gothefried von Trodelfingen“, stammt vermutlich aus der Zeit zwischen 1230 - 1250. Außerdem sind im Glockenkranz die vier Evangelisten eingeschrieben. Sie ist die älteste noch im Dienst befindliche Kirchenglocke Württembergs. Die heutige Kirche wurde 1862 eingeweiht. Gegen Ende des Jahres 1961 stieß man bei Grabarbeiten auf Mauern, die offenbar einer älteren Kirche angehörten. Das gesamte Kirchenschiff wurde freigelegt. Dabei traten die mehr oder weniger gut erhaltenen Baureste von 3 Vorgängerkirchen zutage. Man vermutet, dass die älteste Kirche Ebhausens, eine kleine saalförmige Kirche, in merowingischer Zeit, also um oder vor 700 erbaut worden ist. Handwerk und MärkteDie Tuchmacherzunft war in Ebhausen eine wichtige Institution. Ein Grossteil der Ebhausener Bevölkerung fand darin über drei Jahrhunderte ihr Auskommen. Die Marktstraße ist die typische Anlage eines Straßenmarktes und zeigt heute noch die einstige Bedeutung von Ebhausen als Marktflecken. Ebhausen hatte eine alte Marktgerechtigkeit, d.h. das Recht Märkte abzuhalten. Marktrechte standen einst nur besonderen Siedlungen, meist Städten zu. Das Marktrecht wurde von der Herrschaft, dem Adel eingesetzt. Auch in Ebhausen und Wöllhausen gab es diesen Ortsadel. Ebhausen hatte das Recht auf jährlich zwei Märkte. Das waren ein Vieh- und Krämermarkt und ein Vieh- Flachs- und Krämermarkt. Das Rindvieh wurde auf dem Markt vor dem Rathaus, die Ferkel unter der Linde, gegenüber der "Krone" gehandelt. Der Flachsmarkt wurde wohl schon Anfang des 20. Jahrhunderts aufgegeben. Der Vieh- und Schweinemarkt in den 1980 ziger Jahren. Landschaft, Straßen und das SchulwesenLandschaft Straßen Das Schulwesen Sehenswertes in EbhausenSehenswert in Ebhausen ist die 1860 erbaute neugotische Saalkirche mit aufgestocktem Wehrturm aus dem frühen Mittelalter und einer der ältesten Kirchenglocken Württembergs, das 1678 erbaute Rathaus, damals gleichzeitig Schulhaus des Ortes und das ca. 1595 erbaute Pfarrhaus. 1988 wurde das Rathaus Ebhausen erweitert mit einem modernen Anbau.
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