Ebhausen: Gemeinde Ebhausen

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Herzlich willkommen in Ebhausen
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Geschichtliches aus Ebhausen

Der Ort Ebhausen entstand aus den Dörfern Ebhausen und Wöllhausen. Wöllhausen wurde im Jahr 1245, Ebhausen im Jahr 1275 erstmals urkundlich erwähnt. Archäologische Funde im Ort reichen bis zur frühen Bronzezeit zurück. Auf dem Stuhlberg stand einstmals der Burgstall der Vögte von Wöllhausen. Diese Burg wurde aber schon im württembergischen Lagerbuch von 1623 als „ganz abgegangen“ bezeichnet. Das Wappenschild der Vögte von Wöllhausen ist mit seiner Gliederung in das Wappen der modernen Gemeinde eingegangen. Das niederadelige Geschlecht der Wetzel von Ebhausen war mit dem Mannlehen, nahe der heutigen Evangelischen Kirche in Ebhausen belehnt. Auch das Beil im Wappen dieses Geschlechtes fand Eingang in das Wappen der heutigen Gemeinde Ebhausen. Beide Orte kamen 1440 mit dem Amt Wildberg an die Grafschaft Württemberg. Ebhausen hatte einst zwei Tore, das Ebhauser und das Wöllhauser Tor und besitzt schon lange ein Marktrecht.

1634, nach der Schlacht von Nördlingen brannte der Ort infolge der Plünderung und Verwüstung Württembergs durch das Kaiserliche Heer zu großen Teilen nieder. Auch das Alte Rathaus wurde ein Raub der Flammen. 1678 wurde das Rathaus neu erbaut und 1868 umfassend umgebaut. 1989 erfolgte ein Neubau der mit dem renovierten, historischen Bau eine Einheit bildet. Das alte Rathaus erfüllt noch heute seine ursprüngliche Bestimmung.

Das Rathaus

1678 wurde das alte Rathaus errichtet. Schon vor dem Dreißigjährigen Krieg gab es an der gleichen Stelle ein Rathaus. Im Jahr 1868 erfuhr das Rathaus einen grundlegenden Umbau und erhielt sein heutiges Aussehen. 1988 wurde das alte Rathaus durch einen angegliederten Neubau erweitert. 2009 wurde der neue Marktplatz eingeweiht.

Geschichte der Kirchengemeinde

Bereits im 13. Jahrhundert gab es eine nachgewiesene besonders große Urpfarrei Ebhausen. Im Jahr 1558 wurden unter Herzog Christoph die ersten Kirchenbücher eingeführt. Eine Orgel wird schon 1744 erwähnt. Der Kirchturm hat eine eigene, anfänglich von den Kirchenbauten unabhängige, Entwicklung und Bedeutung. Alle Merkmale lassen den Schluss zu, dass er ursprünglich gar nicht ein Kirchturm, sondern in seinem ältesten Zustand eine Turmburg gewesen ist. Das Geläut besteht seit 1988 aus vier Glocken. Glocke Nr. 4 mit der Aufschrift: „Ich Gothefried von Trodelfingen“, stammt aus dem 14. Jahrhundert. Außerdem sind im  Glockenkranz die vier Evangelisten eingeschrieben. Sie zählt zu den ältesten in Württemberg noch im Dienst befindlichen Kirchenglocken Württembergs.

Die heutige Kirche wurde 1862 eingeweiht. Gegen Ende des Jahres 1961 stieß man bei Grabarbeiten auf Mauern, die offenbar einer älteren Kirche angehörten. Das gesamte Kirchenschiff wurde freigelegt. Dabei traten die mehr oder weniger gut erhaltenen Baureste von 3 Vorgängerkirchen zutage. Man vermutet, dass die älteste Kirche Ebhausens, eine kleine saalförmige Kirche, in merowingischer Zeit, also um oder vor 700 erbaut worden ist.

Handwerk und Märkte

Die Tuchmacherzunft war in Ebhausen eine wichtige Institution. Ein Grossteil der Ebhausener Bevölkerung fand darin über drei Jahrhunderte ihr Auskommen. Die Marktstraße ist die typische Anlage eines Straßenmarktes und zeigt heute noch die einstige Bedeutung von Ebhausen als Marktflecken. Ebhausen hatte eine alte Marktgerechtigkeit, d.h. das Recht Märkte abzuhalten. Marktrechte standen einst nur besonderen Siedlungen, meist Städten zu.

Das Marktrecht wurde von der Herrschaft, dem Adel eingesetzt. Auch in Ebhausen und Wöllhausen gab es diesen Ortsadel. Ebhausen hatte das Recht auf jährlich zwei Märkte. Das waren ein Vieh- und Krämermarkt und ein Vieh- Flachs- und Krämermarkt. Das Rindvieh wurde auf dem Markt vor dem Rathaus, die Ferkel unter der Linde, gegenüber der "Krone" gehandelt. Der Flachsmarkt wurde wohl schon Anfang des 20. Jahrhunderts aufgegeben. Der Vieh- und Schweinemarkt in den 1980 ziger Jahren.

Landschaft

Der Stuhlberg ist die höchste Erhebung auf Ebhauser Markung. Er hieß im Volksmund auch „Schloßberg“. Die Form des Berges mit 595 m ü.M. soll an einen Stuhl erinnern. Der Name kann aber auch mit Gerichtsstuhl in Verbindung gebracht werden, hatten doch die Vögte von Wöllhausen am Hange des Berges ihre Burg. Das Landbuch von 1623 erwähnt einen schon damals „ganz abgegangenen Burgstall“.

Straßen

In früherer Zeit führten die Verkehrswege nicht der Nagold entlang, weil sie oft überschwemmt und unpassierbar waren. Fernwege waren auf Wöllhauser Seite die „alte Poststraße“ die wohl schon vor Einführung der Post bestand, und auf Ebhauser Seite die“Weinstraße“, welche unzweifelhaft römischen Ursprungs ist. Der Weg nach Nagold führte über den oberen Zinnweg. Der Name kommt vom Mittelhochdeutschen “sint“ was auch Weg, Straße Fahrt oder Reise bedeutet. Es war ein wichtiger und wohl schon frühzeitig gepflasterter Fahrweg der Vögte. Nach dem Ausgang des Oberen Zinnweges zum Fuß des Kliemen hin, ist noch da und dort Kopfsteinpflaster zu erkennen.
Die Talstraße nach Altensteig wurde erst 1835 gebaut und 1851 vollendet.

Das Schulwesen

In kleineren Gemeinden wurde der Schulunterricht im Hause des Schulmeisters abgehalten. Ebhausen dagegen hat schon 1586 das Katharinenpfründhaus für Schulzwecke erworben. Dieses Gebäude fiel dem Brand 1634 zum Opfer. Ab 1678 wurde das neu errichtete Rathaus zur Hälfte als Schulhaus genutzt. 1840 entstand das „neu erbaute" dreistöckige Schulhaus in der Schulstraße. Heute wird es als Vereinshaus genutzt. 1978 wurde der 1. Teil des neuen Schulhauses am Lindenrain erbaut und in der Folgezeit noch 2 Mal erweitert.

Sehenswertes in Ebhausen

Sehenswert in Ebhausen ist die 1860 erbaute neugotische Saalkirche mit aufgestocktem Wehrturm aus dem frühen Mittelalter und einer der ältesten Kirchenglocken Württembergs, das 1678 erbaute Rathaus, damals gleichzeitig Schulhaus des Ortes und das ca. 1595 erbaute Pfarrhaus. 

1988 wurde das Rathaus Ebhausen erweitert mit einem modernen Anbau.

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